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Die Nachricht in voller Länge

Historische Aufnahme von 1932. Verwaltungsgebäude des Siedlungsverbandes in der Kronprinzenstraße. Quelle: Stadtbildstelle Essen

RVR, Markus Menzel

100 Jahre RVR - Herzlichen Glückwunsch!

DIE LINKE im Regionalverband Ruhr (RVR) will die weitere Stärkung des RVR

Heute vor 100 Jahren hat die Preußische Landesversammlung die Gründung des Siedlungsverbandes Ruhrkohlenbezirk (SVR) beschlossen, des direkten Vorläufers des Regionalverbandes Ruhr. Damit ist der RVR der älteste Regionalverband Deutschlands. Er hat gerade in den ersten 10 Jahren wichtige Weichen für die Region gestellt.

"Die Gründung des RVR war eine Reaktion auf die Reparationsforderungen des Versailler Vertrages, aber auch auf die gerade blutig niedergeschlagene Rote Ruhrarmee, die einen entscheidenden Anteil am Scheitern des Kapp-Putsches hatte," so Wolfgang Freye, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im RVR. "Deswegen und weil der Kurs des RVR in den ersten 12 Jahren von fortschrittlichen Landschaftsplanern wie Robert Schmidt bestimmt wurde, hatte der RVR von Anfang an auch wichtige soziale Aufgaben. In der Siedlungs- und Verkehrsplanung wurde von Anfang an Grünflächen und -korridore berücksichtigt. Das hat mit dazu beigetragen, dass der RVR heute einer der grünsten Ballungsräume Europas ist. Das allein ist ein wichtiger Erfolg, der heute nicht kleingeredet werden sollte."

DIE LINKE im RVR ist in den letzten Jahren immer für die Ausweitung der Rechte des RVR eingetreten und war die erste Fraktion, die die Direktwahl der Verbandsversammlung forderte, die in diesem Jahr das erste Mal stattfindet. Die Verbandsversammlung des RVR hat seit 2009 auch die Aufgaben des Regionalrates für das Ruhrgebiet übernommen und der RVR ist wieder für die Regionalplanung zuständig. Die Reform war jedoch halbherzig, weil die drei Bezirksregionen mit ihren Verwaltungszuständigkeiten für das Ruhrgebiet weiter bestehen bleiben.

"Aus unserer Sicht wäre es konsequent, die Kompetenzen des RVR auch verwaltungsmäßig schrittweise auszuweiten," so Wolfgang Freye weiter. "Gleichzeitig halten wir neben der Direktwahl der Verbandsversammlung auch die Direktwahl einer Regionaldirektorin oder wie immer man das auch nennt für sinnvoll. Das würde das Ruhrgebiet weiter stärken und das wäre richtig, gerade auch nach der vor allem von der CDU angeheizten Diskussion um den Regionalplan. Der RVR kann Regionalplanung, das macht auch die fortlaufende Planung der Kooperationsstandorte für Wirtschaftsunternehmen deutlich. Der RVR muss im Interesse der Region weiter gestärkt werden!"


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